Beach-Volleyball Historie

Unter der Sonne Kaliforniens

1915, Hawaii, Waikiki Beach: Ein provisorisches Netz, schneeweißer Strand, Meeresrauschen und Sonne pur – eine Erfolgsstory beginnt: Beach-Volleyball wird geboren.
Nur sieben Jahre später wird es professioneller. Auslöser: Die Gründung des ersten Beach-Volleyball Clubs im Südkalifornischen Santa Monica (USA), der Wiege des Beach-Volleyballs. Sehr schnell eilte der Ruf, dem noch in den Kinderschuhen steckenden Ballsport, voraus. Bereits fünf Jahre später überquerte er den Atlantischen Ozean und erreicht 1927 die Küsten Europas. Die Franzosen waren als erste Nation von dem attraktiven Sport überzeugt und so setzte das Spiel auch in Europa seinen triumphalen Siegeszug fort. Noch wurde ganz traditionell mit „Sechs gegen Sechs“ gespielt. Weder das Schmettern, noch der Block waren bis zum Ende der 40er Jahre erlaubt. Dafür war das Netz einfach zu niedrig.

Beachmania

Die entscheidende Veränderung vollzog der Beach-Volleyball-Sport 1947. Elf europäische Staaten gründeten die Fédération Internationale de Volleyball (FIVB). Noch im selben Jahr wurden unter der Sonne Kaliforniens die ersten Matches „Zwei gegen Zwei“ ausgetragen, bevor ein Jahr später in State Beach die erste offizielle Zweierteam-Meisterschaft ausgetragen wurde. Die Siegprämie: Eine Kiste Brause. Die ersten Turnier-Serien wurden in den 50er Jahren ins Leben gerufen und waren erste Vorbilder für die heutige FIVB Beach Volleyball SWATCH World Tour. Schon damals setzten die Veranstalter neben Spitzensport auch auf ein extravagantes Rahmenprogramm mit Showeinlagen sowie Schönheitswettbewerben und läuteten die Beachmania ein.

1.500 Dollar lagen am Strand von San Diego

Die ersten Spielregeln wurden 1965 niedergeschrieben, die bis zum heutigen Regelwerk verschiedenste Anpassungen durchliefen. 1974 wurde das erste Preisgeld ausgeschüttet. Unter den Augen von 250 Zuschauern wurde an den Stränden von San Diego um 1.500 US Dollar gespielt. Mit der inoffiziellen Weltmeisterschaft von 1976 bewies die Sportart ihr großes Potential als Publikumsmagnet: 30.000 Zuschauer feierten das Finale in Kalifornien. Die Sieger konnten sich über eine Prämie in Höhe von 5.000 US Dollar freuen. Besonders am Anstieg der Preisgelder lässt sich der kometenhafte Aufstieg des Beach-Volleyballsports nachvollziehen. 1980 wurde auf der ersten US-Tour bereits um ein Gesamt-Preisgeld von 52.000 US Dollar gespielt. 1987 folgte mit einem Preisgeld in Höhe von 22.000 US Dollar das erste FIVB Turnier in Ipanema Beach/BRA. Bereits in der Saison 1989/90 wurde auf der ersten Welt-Serie bei drei Turnieren in Italien, Brasilien und Japan um 140.000 US Dollar gespielt. Drei Jahre später durchbrach die Summe die Schallmauer von einer Million.

Von einer Randsportart zum Publikumsmagneten

Ein Meilenstein in der Geschichte des Beach-Volleyballs war das Jahr 1992. Nicht nur in Barcelona präsentierte sich die Sportart im Rahmenprogramm der Olympischen Spiele mit einem so großen Erfolg, dass sie bereits 1996 in Atlanta olympische Disziplin wurde. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney entwickelte sich Beach-Volleyball zu einem wahren Publikumsmagneten. Diese Erfolge konnten in Peking 2008 wiederholt werden und fanden sicherlich bei den Olympischen Spielen in London 2012 ihren absoluten Höhepunkt – nicht zuletzt für Deutschland mit dem überragenden Gewinn der Goldmedaille durch Julius Brink und Jonas Reckermann. 9 Mio. Fernsehzuschauer erlebten diesen goldenen Moment live mit. Beach-Volleyball ist die perfekte Kombination aus stimmungsvoller Party-Atmosphäre, erstklassigem Spitzensport, vollen Stadien und gute Einschaltquoten.

smart Major Hamburg

7.-12. Juni 2016
Rothenbaum Hamburg